Vorteile eines Sedumdachs

 

Die Vor- und Nachteile grüner Dächer in unseren Städten:

Wer schaut nicht lieber auf grüne, blühende Dächer, als auf monotone Kiesflächen oder schwarze Dachpappe? Dachbegrünungen sind im Trend und dies aus gutem Grund. Bieten sie doch so viele Vorteile, dass die wenigen Nachteile meist gerne in Kauf genommen werden. Und Dachflächen, die wir gemeinsam begrünen können sind in unseren Städten genügend vorhanden….

Lassen Sie uns gemeinsam die Welt etwas grüner machen!

Bisher verstanden viele von uns unter „grünen Dächern“ eher ungepflegte, sich selbst überlassene Dächer, die auf natürliche Weise über Samenflug und Moosbewuchs begrünt wurden. Dies trägt sicherlich auch zur ökologischen Vielfalt bei, führt aber leider auch zu massiven und aufwendig zu reparierenden Bauschäden an den Gebäuden.

Heute entscheidet man sich ganz bewusst für grüne Dächer. Denn in den letzten Jahrzenten haben die Branchen von Industrie und Handel bis hin zum Dachdecker und Gärtner an Dachgarten-Systemen gearbeitet, die bei richtiger Handhabung und Pflege schöne Dachgärten erblühen lassen und die Bausubstanz schützen.

Wir unterscheiden bei der Dachbegrünung unter der „extensiven und der intensiven Dachbegrünung“.

Während die „intensive Dachbegrünung“ deutlich aufwendiger, pflegeintensiver und teuer ist und in jedem Fall von einem Fachmann ausgeführt werden sollte, kann mit einer „extensiven Dachbegrünung“ eine sehr pflegeleichte und kostengünstige Kleinoase geschaffen werden.

SedumDach.de hat hierfür ein spezielles Kassetten-Begrünungssystem entwickelt, dass spielerisch einfach und fachmännisch korrekt von jedermann installiert werden kann.

Keine Angst, Sie können nichts falsch machen! 

So muss der Besitzer von begrünten Carports oder Garagen sich kaum um die Pflege des Gründachs kümmern und kann sich in aller Ruhe über die vielen Vorteile freuen, die bei weitem die Nachteile überwiegen.

Aber, entscheiden Sie selbst!

Vorteile eines Sedumdachs:

Wir erfahren gerade jetzt in unserer Gesellschaft, ja weltweit und auch dank unserer Jugend einen deutlichen Ruck, der uns verdeutlicht, wie wichtig sofortiges Handeln in Bezug auf klimatische Veränderungen ist. Wir erleben schon jetzt, wie das Klima sich verändert, Städte sich stark erwärmen, Starkregenfälle unsere Kanalsysteme überfordern, Feinstaub, Dürre und Großbrände, Artensterben, u. v. m.

Wir brauchen ein Umdenken, bei dem wir Flächen begrünen anstatt sie zu versiegeln bzw. schon versiegelte Flächen mit Systemaufbauten zu begrünen. Pflanzen vermögen all die oben erwähnten Probleme zu reduzieren und sie helfen, unsere Lebensbedingungen zu verbessern. Gründächer tragen ihren Teil dazu bei.

Und dabei können viele einzelne Bürger mit kleinen Beiträgen ein viel Größeres schaffen.

1. Das Auge isst mit, es sieht einfach gut aus

Grüne Flächen beruhigen uns. Sie geben dem Auge und damit der Psyche Ruhe und helfen, Stress abzubauen. Dies gilt in Wohnvierteln ebenso wie im Arbeitsumfeld. Ein Gründach nimmt sofort die Tristess eines grauen Kies- oder schwarzen Dachpappedaches.

Und wenn die Dachbegrünung auch noch begehbar ist...klasse Sache.

2. Isolation

In der kalten Jahreszeit reduziert der Dachaufbau der Dachbegrünung den Wärmeverlust über das Dach (Wärmedämmung). Hierfür kann bei der KfW eine Förderung beantragt werden!

In der warmen Jahreszeit verhält es sich anders herum. Das Dach wird isoliert und kann sich nicht so stark aufheizen. Die Hitze bleibt draußen.

Die Innenräume werden natürlich klimatisiert und Sie sparen Energie.

3. Gebäudeschutz

Das Dach mit seiner gesamten Konstruktion ist extremen Bedingungen ausgesetzt (UV-Strahlung, Hagel, Hitze, Sturm, mechanische Belastung durch Personen etc.). Die Dachbegrünung schützt das Dach davor und kann die Lebensdauer der Dachabdichtung gegenüber eines nicht begrünten Daches bis zu verdoppeln. Vorausgesetzt, es wurde nach Herstellerangaben eingebaut und die Dachabdichtung durch eine unverrottbare und langlebige Sperrschicht vom Substrat getrennt.

4. Feinstaub in unseren Städten

Pflanzen binden Feinstaub. Das machen sie auch auf dem Dach. In der Stadtplanung ist dies schon heute ein wichtiges Kriterium und wird in der nahen Zukunft an noch größerer Bedeutung gewinnen.

In Großstädten werden Bushaltehäuschen begrünt, Utrecht in den Niederlanden als Vorreiter und in vielen anderen Städten, auch in Deutschland, ist es im Gespräch bzw. in Planung.

In Osteuropa (Slowakei, Ungarn) werden Straßenbahngleise innerstädtisch mit Sedum begrünt. Lärm-und Feinstaubreduktion. Bienen und andere Insekten fühlen sich hier wesentlich wohler als im tristen betongrau und es sieht auch noch schön aus.

5. Verbesserung des Mikroklimas

Gründächer speichern Wasser, welches langsam über Verdunstung wieder abgegeben wird. Der dabei entstehende Kühlungseffekt  -Verdunstungskälte-  und die einhergehende Luftbefeuchtung tragen dazu bei, das Umgebungsklima in unseren Städten deutlich zu verbessern. 

6. Lebensraum für Artenvielfalt

Dachgärten bilden Lebensraum für viele Insekten wie Schmetterlinge, Bienen, Hummeln, Fliegen und Käfer, die sich hier ansiedeln und so zur Förderung der Artenvielfallt in unseren Städten beitragen.

In einer in 2015 vorgenommenen Studie in Hamburg zur Biodiversität wurden auf zehn extensiven Gründächern die vorhandenen Insektenarten registriert. Unter anderem zählten die Forscher 28 Wildbienen- und 13 Wespenarten. Auf intensiven Gründächern ist der Effekt noch größer.

7. Retention (Wasserrückhaltevermögen)

Bei Niederschlägen, insbesondere bei Starkregenfällen, wird Regenwasser im Substrat und den Speichersystemen gespeichert und mit Verzögerung langsam wieder abgegeben. Dies hat nicht nur einen kühlenden Effekt, sondern trägt auch zur Entlastung unserer Kanalsysteme bei.

In verschiedenen Städten und Gemeinden kann bei nachgewiesenen Dachbegrünungen ein Antrag auf Reduzierung von Abwassergebühren gestellt werden!

8. Ihr Gründach bietet Ihnen eine erweiterte Gartenfläche

Das Dach sinnvoll durch Begrünung in Ihren Garten zu integrieren erweitert Ihre Gartenfläche ohne zusätzliche Kosten für weiteren Grunderwerb. Dies ist ein durchaus interessanter Aspekt für Investoren sowie auch für den Eigenheimbesitzer.

 

Nun hat, wie jede Medaille, auch die Dachbegrünung eine zweite Seite.  Diese möchten wir Ihnen objektiverweise nicht vorenthalten! 

 

Nachteile einer Dachbegrünung

1. Dachbegrünung erhöht das Risiko von Feuchtigkeitsschäden

Unsachgemäße und nicht fachmännisch eingebaute Dachbegrünungen können zu Feuchtigkeitsschäden am Gebäude führen.

Daher sollten intensive und extensive Dachbegrünungen, die in einem Schichtaufbau (siehe Grafik) eingebaut werden, immer von einem Fachbetrieb installiert werden.  

 

Das Sedumdach.de-Kassettensystem schließt hier die Lücke.

Nachdem der Dachdecker das zu begrünende Dach auf seine Tauglichkeit in Bezug auf Dichtigkeit geprüft und für gut befunden hat, kann es los gehen.

Die Dachabdichtung wird mittels eines Geotextils geschützt, indem dieses überlappend auf der gesamten Fläche ausgelegt wird.

Hierauf werden die einzelnen Kassettenmodule, auf der Mitte des Daches beginnend, aufgestellt und mit Hilfe des easy Click-Systems zur Stabilisierung miteinander verbunden. Die entstehenden Fehlstellen am Rand der Fläche werden mit einem Zier- oder Rollkies der Körnung 16/32 (Rundkorn) aufgefüllt.

                                                      - Fertig -

2. Dachbegrünung verursacht höhere Kosten

Eine Dachbegrünung kostet in der Anschaffung. Diese Kosten sind meist höher als die Lösung mittels einer Kiesschüttung und sicherlich deutlich teurer als die Lösung der freiliegenden Dachhaut (Dachpappe). Auch müssen wir bei den Kosten zwischen einer Intensiv- und Extensivbegrünung unterscheiden bzw. den do it your self-Bonus mit einbeziehen.

Allerdings sollte man fairerweise auch die Folgekosten einer frühzeitigeren Reparatur bzw. Erneuerung der Dachisolierung mit einbeziehen, die bei einem unbegrünten Dach deutlich früher eintritt.

3. Ein Dachgarten benötigt Pflege

Wie jede andere Grünfläche auch, muss ein Dachgarten von Zeit zu Zeit gepflegt werden.

Intensiv begrünte Dächer haben hier einen deutlich höheren Pflegeaufwand als extensiv begrünte Dächer. Ersteres ist mit einem normalen Garten zu vergleichen und der Arbeitsaufwand gleich hoch anzusetzen.

Eine gut eingewachsene Extensiv-Begrünung ist dagegen relativ pflegeleicht. Zweimal pro Jahr sollten Sie die Vegetation kontrollieren und gegebenenfalls Wildwuchs (Gräser, Pioniergehölze etc.) von Hand entfernen. Auch sollte der Dachgarten 1-2 Mal pro Jahr mit einem Langzeitdünger gedüngt werden.

Tipp:

Bevor Sie mit den Arbeiten an Ihrem Dachgarten beginnen, können Sie sich um ein KfW-Förderprogramm bemühen bzw. bei Ihrer Gemeinde eine Bezuschussung für Entsiegelungsmaßnahmen durch grüne Dächer beantragen.

Im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizient Sanieren" kann Dachbegrünung als Maßnahme zur "Wärmedämmung von Dachflächen" gefördert werden. Wichtig ist, dass Sie den Antrag vor Beginn der Arbeiten stellen.

 

Quellen: